Der neue Weg des Rum: Foursquare zeigt, wie es gehen kann…

Master-Blender Richard Seale zeigt sein gekonntes Händchen..

foursquare-trpitych-single-blended-rum-table Der neue Rum: Foursquare - Richard Seale - lässt die Muskeln spielen..
Tolles Bild von Steven James- https://rumdiariesblog.wordpress.com/

Aus aktuellem Anlass.. Mit dem Foursquare Triptych Single Blended Rum ist die Foursquare– Destillerie aus Barbados mit ihrem Master Blender Richard Seale mal wieder in der Fachpresse und in aller Munde. Der neue Rum – eine Komposition aus drei verschieden gereiften Rum-Sorten – sorgt schon vor seinem Erscheinen für großen Wirbel am Markt.

Die harte aber ehrliche Vorabeit erfolgte mit Doorly’s Rum, ersten Fassreifungen wie dem Port Cask, die Zinfandelreifung, oder der Presse-“Ritterschlag” durch den 2006er. Die Personen, die den Triptych schon probieren konnten, wissen, dass er durch sein Aroma und sein Erscheinungsbild gleichermaßen überzeugen kann. Doch was zeichnet die Rum-Produkte von Foursquare aus, und wo liegt das große Geheimnis der erfolgreichen Destillerie aus Barbados? Entsteht hier eine neue Kult-Destillerie?

Die Destillerie Foursquare auf Barbados

Eigentlich kann die Foursquare-Destillerie auf Barbados auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Sie ist noch immer ein echter Familienbetrieb und wird mittlerweile in der vierten Generation von der Familie Seale betrieben. Dennoch hat sich die Destillerie nicht den modernen Anforderungen verschlossen und sich sehr breitgefächert aufgestellt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Destillerie auch in der heutigen Zeit noch bei Kennern und Genießern gleichermaßen bekannt und beliebt ist und auch für Besucher regelmäßig ihre Tore öffnet.

Wer einen Urlaub in Barbados verbringt, sollte der Destillerie in den malerischen Hängen des St. George Valley in jedem Fall einen Besuch abstatten. Hier können Rum-Fans einiges über die Produktion der hochwertigsten Spirituosen lernen und selber einen Blick hinter die Kulissen werfen. Klassische und moderne Fertigungsmethoden arbeiten bei Foursquare Hand in Hand.

Barbados und der Rum – Erfolg durch Klima

Neben der sehr guten Qualität der Arbeiten bei Foursquare spielt jedoch auch die Insel Barbados eine wichtige Rolle bei der Qualität der produzierten Rum-Sorten. Denn das Klima auf Barbados ist für das Zuckerrohr und auch für die Reifung des Rums von entscheidender Bedeutung. Als Teil der kleinen Antillen ist die Insel ein souveräner Staat und Mitglied des Commonwealth of Nations. Die lange Zeit als britische Kolonie hat den Staat deutlich geprägt, vor allem im Bereich Zuckeranbau und in der Produktion von Rum.

Das ganzjährig warme Klima mit nur geringen Schwankungen in der Temperatur ist ein entscheidender Faktor bei der Rum-Produktion. Man merkt es den einzelnen Produkten durchaus an, wenn sie über die volle Reifezeit in Barbados gelagert wurden und nicht für einen Teil der Zeit auf das europäische Festland verbracht wurden. Die Rum-Sorten schmecken runder, beinahe ausgeglichener und sind von einer süßeren Milde, als es bei anderen Sorten der Fall ist. Doch hinter dem umfassenden Erfolg der Foursquare-Destillerie steckt ein einzelner Mann: Richard Seale.

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Richard Seale: Ein weltweit anerkannter Experte in Sachen Rum

Wer über Richard Seale schreiben möchte, muss tief in der Kiste mit den Komplimenten fischen, um einen Vergleich zu finden, der nicht bereits mehrfach erwähnt wurde. Man könnte sagen, dass Richard Seale die Liebe zum Rum und das Handwerk bereits in die Wiege gelegt wurden. Denn er ist der Urgroßenkel von Reginald Leon Seale, welcher die Foursquare-Destillerie gegründet hat, und er betreibt mittlerweile die Destillerie in der vierten Generation. Doch nicht allein seine Herkunft ist für den Erfolg verantwortlich. Richard Seale hat sich im Laufe seines Lebens ein Gespür für Rum und Rum-Kompositionen angeeignet und einen Sinn für Aromen entwickelt, welchem nur wenige Menschen auf der Welt das Wasser reichen können.

Als „Master Distiller“ und „Master Blender“ bei Foursquare hat er einige der erfolgreichsten Rum-Sorten des Unternehmens geschaffen und somit die Basis für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg gelegt. So zeigt sich die Foursquare-Destillerie unter anderem verantwortlich für die beliebten Sorten Doorly’s, Old Brigand, oder auch für den Zinfandel Cask Finish oder den Port Cask Finish, sowie den Single Cask aus 2004 oder 2006. Eine der neuesten Schöpfungen aus der Hand von Richard Seale ist der Triptych Single Blended Rum, welcher bereits kurz nach seiner Veröffentlichung in Fachkreisen hohe Wellen schlug.

Der Triptych-Rum von Foursquare: Wichtige Informationen

Der Triptych-Rum ist ein neues Produkt aus dem Hause Foursquare, in welches die Erfahrungen und das Können von Richard Seale eingeflossen sind. Für diesen Rum hat sich Richard Seale jedoch gemeinsam mit Ruruki Gargano von der Velier Group in den Schaffensprozess involviert. Allerdings, und das wird von Seiten der Destillerie betont, wurde die Velier Group vor allem für die Test-Verkostungen ins Boot geholt. Richard Seale wollte eine breite Meinungsbasis für die Entwicklung der neuen Rum-Komposition schaffen und sich somit von echten Fachleuten beraten lassen. Kein Wunder, wurde bei diesem Rum doch auf eine erstaunliche Vielfalt zurückgegriffen.

Drei Sorten – drei Reifungen – eine Komposition

Der Triptych ist, wie der Name es bereits vermuten lässt, aus drei verschiedenen Rum-Varianten kombiniert worden. Dabei setzte Richard Seale auf eine Kombination aus einem 2004 in Bourbon-Fässern gereiften Rum, auf einen 2005 in Madeira-Fässern gereiften Rum und auf einen im Jahr 2007 in Eichenholzfässern gereiften Rum. Vor allem die Nutzung von Rum aus frischen Eichenholzfässern stellt eine echte Gefahr dar. Denn diese Fässer sind oftmals sehr stark in ihrem Eigengeschmack und können die Zahl der Tannine im Rum deutlich beeinflussen. Aus diesem Grund wurden die frischen Eichenfässer bereits nach einigen Jahren ausgetauscht und gegen bereits genutzte Eichenfässer gewechselt. Durch diesen Vorgang konnte die Frische des Holzes optimal in den Rum einziehen, ohne diesen zu stark zu dominieren. In der endgültigen Kombination der verschiedenen Rum-Varianten zeigt sich dennoch das sehr gute Händchen von Richard Seale, welchem es gelang, diese verschiedenen Basen zu einer harmonischen Einheit zu formen.

Erste Eindrücke vom Triptych-Rum

Die Tester sind sich ziemlich einig. Der neue Triptych ist nicht nur ein echtes Highlight aus dem Hause Foursquare, sondern sein Geld auch mehr als Wert. Insgesamt wurden im November 2016 5.400 Flaschen abgefüllt, welche mit einer Stärke von 56 % vol. überzeugen können. Das Aroma zu beschreiben ist durchaus schwer bis komplex, doch kann man insgesamt sagen, dass der Rum es schafft, die Leichtigkeit und Süße eines jungen Rums mit den schweren und überaus präsenten Aromen älterer Rum-Sorten optimal zu vermischen. Eine Meisterleistung, die sich Richard Seale in jedem Fall zuschreiben lassen kann. Der golden- bis bernsteinfarbene Rum überzeugt interessanterweise sowohl Kenner als auch Anfänger im Bereich der Rumverkostung, was bei solch teuren Rumsorten nur in wenigen Fällen der Fall ist. Dies liegt vor allem daran, dass der Triptych sich durch ein sehr weiches Mundgefühl und durch klar unterscheidbare Aromen auszeichnet.

Ausblicke auf die Zukunft
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Aus gut unterrichteten Quellen ist zu erfahren, dass der Triptych Single Blended Rum nicht das einzige Highlight sein wird, welche von der Foursquare-Destillerie in diesem Jahr zu erwarten ist. Denn es stehen wohl noch zweit weitere Rum-Sorten in den Startlöchern, welche die Fan-Gemeinde begeistern werden. So wird unter anderem der Principia kolportiert, welcher mit einer Stärke von 62 % vol. und einer doppelten Reifung in Oloroso- und Bourbon-Fässern aufwarten kann. Zum anderen erwartet die Genießer wohl der Destino, welcher in Madeira- und Rum-Fässern über einen besonders langen Zeitraum reifen durfte. Auch dieser wird wohl in einer Stärke von 62 % vol. angeboten. Dementsprechend bleibt es in diesem Jahr rund um die Foursquare-Destillerie durchaus spannend. Vielleicht erweitert man aber auch noch die Serie um den 2004er Vintage Cask Strength?

Let me say…  I’m wondering if there will be even more „unicorns“ coming up? 

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