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Ich freue mich über ein Interview mit Andrew Laing, er hat gemeinsam mit seinem Bruder Scott die Kill Devil Single Cask Serie ins Leben gerufen. Die neuen Rumsorten sollen einen festen Platz bei den erhältlichen Einzelfass-Abfüllungen bekommen und sich dort etablieren. Mit den Abfüllungen betreten Andrew und Scott Laing, die aus dem Whiskysegment stammen, Neuland. Mit der Serie erweitern Sie definitiv die Rumwelt der ungefärbten und nicht gesüßten Rums! Bei den Fass-Beständen von Hunter & Laing bleibt die Zukunft mit den Kill Devil Abfüllungen spannend. 

Marcus: Andrew, würden Sie sich kurz vorstellen: Ein kurzer Einblick in die Wurzeln Ihres (familiären) Whisky-Unternehmens und vor allen Dingen, wie Ihr Bruder und Sie zum Thema Rum kamen.

Kill-devil-single-cask-rum-interview-andrew-laing Kill Devil Single Cask Rum - Hunter Laing - Interview DEAndrew: Ich für meinen Teil habe nach der Universitätszeit für andere Unternehmen im Mittleren und Fernen Osten Whisky verkauft, bevor ich 2010 mein kleines, unabhängiges Abfüllungsunternehmen „Edition Spirits“ gründete. Dessen erste Brands werden noch immer in Deutschland von Peter Sondheims „Bestwhisky“ vermarktet. Als unser Familienunternehmen 2013 umstrukturiert wurde, integrierte ich „Edition Spirits Ltd“ in die neugebildete „Hunter Laing & Co“ und seitdem habe ich das Vergnügen, mit meinem Vater Stewart und meinem Bruder Scott zusammenzuarbeiten. Wir sind offenkundig vorrangig ein schottisches Whisky-Unternehmen, das sich auf Single-Cask-Abfüllungen (Malt-Whisky und Grain-Whisky) spezialisiert hat und das werden wir immer bleiben. Allerdings eröffnete sich uns in den letzten Jahren die Möglichkeit, einige schöne Bestände an altem Rum zu erwerben und wir dachten uns, es wäre eine ansprechende Idee, einige davon unseren Whisky-Kunden anzubieten. Wir folgen dabei der selben Philosophie, wie wir sie bei unseren Whiskeys nutzen:

Single-Cask-Abfüllungen immer nur dann, wenn wir denken, dass der perfekte Reifungsgrad zum Trinken erreicht ist und das selbstverständlich ohne Kaltfiltrierung, dem Zusatz von Karamell oder sonstigem. Wirklich authentische Produkte, genau wie unsere Whiskeys! Wir dachten, der Name „Kill Devil“ war passend lustig und exotisch klingend, da es eine alte karibische Bezeichnung für die Spirituose ist.

Marcus: Erkundet Ihr Unternehmen die Möglichkeiten des Rum-Marktes? Rum ist immer reizvoll und hat ein großes Potenzial, vor allen Dingen im Bereich „Authentic Rum“. Wie sehen Sie das? Gibt es Pläne?

Andrew: Wie ich bereits sagte, unser Fokus bleibt offenkundig auf dem Schwerpunkt Whisky, aber die Rum-Sorten haben das Potenzial, das Angebot auf Märkten, wo hochwertige Rums stark gefragt sind (wie in Deutschland und Italien), zu vervollständigen. Wir werden das „Kill Devil“-Angebot langsam und kontinuierlich ausbauen, mehr und mehr ansprechende Fassbestände verschiedener Orte und Arten abfüllen. Es gibt viele vielversprechende Fässer in unserem Lagerhaus, aus denen wir in den kommenden Monaten und Jahren bei der Abfüllung wählen. Daher verfolgen Sie bitte die kommenden Produktveröffentlichungen auch weiterhin.

Marcus: Was war Ihre größte Herausforderung bei den Kill Devil Single Cask Rums?

Andrew: Die Zuversicht zu gewinnen, dass wir bei der Abfüllung das richtige Verständnis dafür haben, was Rum-Liebhaber sich wünschen. Augenscheinlich haben wir ein gutes Verständnis dafür, was Whisky-Trinkern zusagt, doch dieses Verständnis haben wir uns über Jahre erarbeitet. Jedoch aufgrund des positiven Feedbacks unserer Händler und durch Gespräche mit vielen Konsumenten bei einigen Degustationen habe ich das Gefühl, wir sind mit dem „Kill Devil“-Sortiment auf dem richtigen Weg.

Marcus: Wie viele Rum-Fässer haben Sie in Ihrem Lagerhaus und wann begannen Sie, beziehungsweise Ihre Familie, mit dieser Sammlung?

Andrew: Wir möchten keine konkreten Zahlen nennen, doch wir haben eine hinreichend große Auswahl und vergrößern den Bestand weiter. Ich persönliche habe einige der Fässer 2008 oder 2009 gekauft; wir haben davor und danach weitere Posten erworben und werden weiterhin interessanten Rum beziehen.Kill-devil-single-cask-rum-interview-andrew-laing Kill Devil Single Cask Rum - Hunter Laing - Interview DE

​Marcus: Können Sie etwas über deren Herkunft verraten? Gibt es Fässer, auf deren Besitz Sie stolz sind?

Andrew: Wie auch beim Whisky werden wir immer die Namen der Distillerien auf die Labels drucken; ausgenommen man bittet uns seitens der Distillerie, dies nicht zu tun. Freilich befinden sich die Herkunftsländer vorrangig in Südamerika und auf den Westindischen Inseln in der Karibik, vor allen Dingen Jamaika. Ich mag Jamaika-Rum aufgrund seiner Intensität besonders – bekanntlich werden diese Rums oft als “Islay Gegenstück der Rum-Welt“ bezeichnet.

Marcus: Werden Sie einen weiteren Blend veröffentlichen? Im Moment führen Sie nur einen. War dies ein Testlauf?

Andrew: Ich freue mich, mitteilen zu können, dass unser „Caribbean Blended Rum“ ein fortlaufendes Produkt sein wird – bislang ist er sehr beliebt.

Marcus: Erlauben Sie uns einen Einblick in den Rum, beziehungsweise die Rums, der/die als nächstes auf den Markt kommen könnten?

Andrew: Einige interessante Rums aus Guyana und ein oder zwei von Jamaika werden kommen – inklusive einem aus Monymusk, mit seinem tollen Namen und ebenfalls wunderbaren Rum.

Marcus: Haben Sie einige Finish-Versionen wie den Islay Finish hergestellt, oder ein Finishing in speziellen Whisky-Fässern?

Andrew: Obwohl wir gelegentlich Whisky mit Rum-Finish herstellen, haben wir nicht vor, Rums mit Whisky-Finish herzustellen.

Andrew Laing, vielen Dank für das Interview!

Firmensitz Hunter & Laing Company LTD

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2 Idee über “Kill Devil Single Cask Rum – Hunter Laing – Interview DE

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